Stellenausschreibung: Koordination des Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen

Das Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen (AWWB) ist ein Netzwerk aus mehr als 20 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Es setzt sich für demokratische, gerechte und zukunftsfähige Formen des Zusammenlebens und Wirtschaftens ein. Wir engagieren uns in Bremen für eine Neuausrichtung von Wirtschaft und Politik an einem Guten Leben für alle Menschen weltweit und den ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten. www.wachstumswende-bremen.de

Das AWWB sucht – vorbehaltlich der Bewilligung der beantragten Mittel – zum 01.01.2020 befristet für 2 Jahre 1-2 engagierte Menschen, die die Koordination des AWWB übernehmen möchten (Gesamtumfang: 20 Std./Woche). Die Vergütung erfolgt in Abhängigkeit von der Qualifikation in Anlehnung an TV-L (max. TV-L 11).

Aufgaben:

  • Koordination der Vor-/Nachbereitung und Durchführung von Veranstaltungen
  • Koordination sowie Vor-/Nachbereitung und Leitung von Sitzungen und Arbeitstreffen
  • Einwerbung, Verwaltung, Abrechnung (inkl. Berichterstattung) von Fördermitteln
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kontaktpflege mit Mitgliedsorganisationen, Politik und Verwaltung

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Koordination und im Erledigen von dauerhaften Linienaufgaben sowie im Voranbringen der Bündnisarbeit.

Wir erwarten:

  • Fundierte Kenntnisse im Bereich Degrowth / Wachstumswende
  • Fähigkeit zur Einarbeitung in neue Themen sowie zu selbstständigem Arbeiten
  • Erfahrungen im zivilgesellschaftlichen Bereich
  • Lust zur Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen; Teamfähigkeit
  • Bereitschaft, gelegentlich Termine am Abend bzw. am Wochenende wahrzunehmen
  • Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmitteln sind von Vorteil.

Bewerbungen (bitte als eine pdf-Datei und ohne Foto) bis zum 03.11.2019an awwb@posteo.de

Die Bewerbungsgespräche werden am 26.11.2019 in Bremen geführt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: awwb@posteo.de

Wachsende Stadt? Solidarische Stadt!

  • 27. September 18:30 – 28. September 18:00
  • Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen

Freitag, 27. September 2019, 18:30
Wachstumswende statt wachsende Stadt!
Vorträge und Diskussion

Zur Kritik der Zukunftskommission (Dr. Ingo Take, Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen)
Politik für die Wachstumswende (Lene Montanus, Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen)
Stadtplanung für die Postwachstumsstadt (Viola Schulze-Dieckhoff, Universität Dortmund)

Samstag, 28. September 2019, 10:30 – 18:00
Wachstumswende in Bremen umsetzen!
Workshops mit Expert*innen zu

Verkehr und Mobilität (Wolfgang Köhler-Naumann, Bremer Bündnis Verkehrswende + Thorsten Koska, Wuppertal Institut)
Arbeit und Sorge (Rena Fehre, Impulsgeber Zukunft + Madeleine Does, Poliklinik Veddel, Hamburg)
Wohnen (Joachim Barloschky, Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen + Anja Bierwirth, Wuppertal Institut)
Wirtschaft und Wachstum (Jana Gebauer, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung und Joachim Heier, attac Bremen)

Gemeinsame Aktion für Werbefreiheit (Fadi El-Ghazi, Berlin Werbefrei)

Für ein köstliches Mittagessen wird gesorgt.

Alle Infos unter www.wachstumswende-bremen.de
Anmeldung für die Workshops am Samstag erforderlich: awwb@posteo.de
Die Teilnahme ist kostenfrei. Spenden sind willkommen.+ zu Google Kalender hinzufügen+ Exportiere iCal

Details

Beginn: 27. September @ 18:30 Ende: 28. September @ 18:00 Veranstaltungskategorien: Abendveranstaltung, Tagesveranstaltung, Vortrag, Workshop

Veranstaltungsort

Künstlerhaus Güterbahnhof, Tor 40 Beim Handelsmuseum 9
Bremen, 28195 + Google Karte

Veranstalter

Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen und Heinrich-Böll-Stiftung Bremen

Bremen: mit Rot-Grün-Rot zur Wachstumswende?

von Lukas Warning und Lene Montanus

Als Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen haben wir anlässlich der Landtagswahlen am 26. Mai die Broschüre „Klar zur Wende: Politik für die Wachstumswende in Bremen“ veröffentlicht. Unser zentrales Anliegen: zeigen, dass Gesellschaft und Wirtschaft prinzipiell gestaltbar sind und ermutigen, über Politik jenseits der Handlungszwänge und Alternativlosigkeiten nachzudenken. Wir wollten die Wachstumswende anhand verschiedener im Wahlkampf präsenter Themen erlebbar machen, indem wir konkrete Politikvorschläge formulierten und mit den Positionen der Parteien abglichen.

Am 1. Juli haben sich nun SPD, Grüne und Linke zu einer Koalition „des Aufbruchs“ zusammengeschlossen. Anhand zentraler Politikfelder beleuchten wir, inwiefern die rot-grün-rote Koalition in ihrem Koalitionsvertrag einer Wachstumswendepolitik nahekommt. Im Anschluss ziehen wir ein ernüchterndes Fazit und fragen, wie eine (Wirtschafts-)Politik für die Wachstumswende aussehen müsste und wer sie entwickeln und umsetzen kann.

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Gemeinsam auf die Straße: Für unser Klima!

29.6. 11.00 Hauptbahnhof

Wir werden lauter, wir werden immer mehr und wir wollen, dass etwas passiert. Für mehr Klimaschutz, für unsere Zukunft! Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis rufen wir Euch alle auf: Kommt mit auf die Straße und lasst uns gemeinsam ein friedliches und buntes Zeichen an die Politik senden! Klima- und Umweltschutz müssen endlich höchste Priorität haben. Wir brauchen JETZT entschlossene Maßnahmen, um eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten zu erhalten. Die neue Landesregierung muss politischen Willen zeigen und den Klimaschutz in Bremen entscheidend voranbringen. TATEN STATT WARTEN − KLIMASCHUTZ JETZT! Seid dabei und verteilt diese Einladung, damit unsere Botschaft nicht mehr zu überhören ist!!!

Fahrradtour zu Orten des guten Lebens am 4. Mai

Am Samstagmorgen sind 23 interessierte Menschen bei schönstem Sonnenschein vom Kolonialdenkmal aus mit ihren Fahrrädern aufgebrochen zu einer Reihe von Orten des guten Lebens, an denen alternative, gemeinwohlorientierte Lebens- und Wirtschaftsweisen erprobt werden. Erste Station war die Kinder-und Jugendfarm in Habenhausen, wo vor allem junge Menschen Naturerfahrungen sammeln können. Mit dem Projekt „Farm aktiv im Klimaschutz“ hat die Farm ihr Programm inzwischen um klimaschutzbezogene Mitmachangebote, Kurse und Aktionen erweitert. Anschließend ging es zum Körnerclub in der Neustädter Gneisenaustraße, einem selbstorganisierten Gemeinschaftsprojekt zum Bezug von regionalen und saisonalen Lebensmitteln in Bio-Qualität, die in einem eigenen Laden von den Mitgliedern verkauft werden. Fast um die Ecke liegt der Umsonstladen (Gastfeldstraße), eine politische Initiative von Anarchist*innen zum anderen Umgang mit Konsum und Geld. Hier kann jede/r Gegenstände abgeben, die sie/er nicht mehr benötigt oder notwendige Dinge umsonst mitnehmen. Zum Mittagessen kehrte unsere Gruppe dann im Kukoon ein. Das ist ein Kollektiv aus 20 Menschen, die gemeinsam einen offenen Raum für Kultur, Kommunikation und Kulinarisches geschaffen haben. Ziel ist das gemeinsame Arbeiten und solidarische Wirtschaften. Frisch gestärkt führte uns dann ein Mitglied des ADFC durch das Fahrradmodellquartier alte Neustadt (rund um die Hochschule) und zeigte uns, wie die Lebensqualität des Quartiers durch mehr Fuß-und Radverkehr verbessert werden kann. Schlusspunkt der Radtour war ein Besuch der Klimawerkstatt, wo Ideen für eine lebendige und zukunftsfähige Nachbarschhaft gesammelt, erarbeitet und gelebt werden sowie des gegenüber liegenden Lucie-Flechtmann-Platzes mit seinem urban gardening Projekt („Garten für alle“). Die Teilnehmer*innen äußerten sich am Ende der Tour sehr positiv über die vielfältigen Eindrücke und die zahlreichen Informationen, die Ihnen diese Veranstaltung des Aktionsbündnisses Wachstumswende Bremen ermöglicht hat. Danke auch von uns an alle Teilnehmenden und an alle beteiligten Organisationen!

Alexandra, Ingo und Rike

Wohlstand ohne Wachstum – Klimaschutz

In ihrem Artikel „Yes, We Can Prosper Without Growth“ stellen die Autor*innen der Forschungseinrichtung „Research and Degrowth“ einen Zehn-Punkte-Plan mit Postwachstumspolitiken für eine Wachstumswende in Katalonien vor. Einige dieser zehn Forderungen möchten wir in den kommenden Wochen diskutieren, insbesondere mit Blick auf ihre mögliche Bedeutung für den Bremer Kontext.

Bremen trägt massiv zum Klimawandel bei: durch umweltschädliche Industrien wie Kohle und Stahl, zu viele Autos auf den Straßen und Flugzeuge in der Luft, wenig nachhaltigen Konsum, und, und, und. Die in Bremen ausgestoßenen Emissionen bleiben aber nicht in Bremen, sondern richten weltweit Schaden an, unter dem insbesondere Menschen im Globalen Süden leiden. Ein zentraler Aspekt der Wachstumswende ist deswegen Klimagerechtigkeit, also global gerechter Klimaschutz. Hier ist jede*r Einzelne, aber vor allem auch die Politik in der Verantwortung, Klimaschutz konsequent voran zu treiben und auch gegen wirtschaftliche Interessen zu verteidigen. Denn ohne die ökologischen Lebensgrundlagen kann es keine Gesellschaft und damit keine Wirtschaft geben. Ein Gutes Leben für Alle ist ohne Klimaschutz also nicht möglich!


Bremen hat schon einen Divestment-Beschluss gefasst.
©
Fossil Free Bremen
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Einladung zur Veranstaltung

“Wachstum” hat sich zu einem Selbstzweck in Politik und Wirtschaft entwickelt. Dabei sollte das Gute Leben für Alle im Zentrum des (politischen) Handelns stehen! Das Aktionsbündnis Wachstumswende hat Positionen zu der Frage entwickelt, was das konkret in Bremen heißen könnte. wie wachstumskritische Politik für Bremen in Bereichen wie Wirtschaften, Mobilität, Arbeit oder Wohnen aussehen könnte, wollen wir am Donnerstag, den 2.5., um 18.30 im Domkapitelsaal vorstellen. Falk Wagner (SPD), Philipp van Gels (CDU), Philipp Bruck (Grüne), Miriam Strunge (Linke) und Lea Drewes (FDP) werden mit uns und Ihnen zu diesen Fragen ins Gespräch kommen.

Radikal regional Wirtschaften?

Am 13.2.2019 haben wir im Rahmen der Winterreihe des Aktionsbündnis Wachstumswende die Cooperativa integral Catalana (CIC) als Lifefeature vorgestellt. Radikal regional Wirtschaften, kann die CIC eine Inspiration für Bremen sein? Das war der Titel der Veranstaltung, getragen von ROLAND-Regional.

Das Lifefeature wurde von einem Protagonist und zwei Zitiererinnen gestaltet. Außerdem wurden Filmausschnitte aus dem Film „Projekt A“ über die CIC gezeigt.

In den 1930ger Jahren spielten in dem „kurzem Sommer der Anarchie“ in Katalonien Kooperativen (Genossenschaften) eine wesentliche Rolle. Die Frage also: können Genossenschaften ein Instrument für eine Änderung der Welt sein? KPMG als eine der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ist schließlich ebenfalls eine Genossenschaft. Der Protagonist sucht nach Genossenschaften in Spanien und stößt auf die CIC, die Cooperativa integral Catalana.

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Wohlstand ohne Wachstum – Werbung

In ihrem Artikel „Yes, We Can Prosper Without Growth“ stellen die Autor*innen der Forschungseinrichtung „Research and Degrowth“ einen Zehn-Punkte-Plan mit Postwachstumspolitiken für eine Wachstumswende in Katalonien vor. Einige dieser zehn Forderungen möchten wir in den kommenden Wochen diskutieren, insbesondere mit Blick auf ihre mögliche Bedeutung für den Bremer Kontext.

Auf Straßen und Plätzen der Städte, entlang der Autobahnen, an Bahnhöfen, Flughäfen sowie im Linien-, Nah- und Fernverkehr steht sie [die Außenwerbung, Anm. d. Red.] im permanenten Kontakt mit der Bevölkerung. Immer, überall, 24 Stunden an jedem Tag des Jahres, unausweichlich, unübersehbar.“ (Quelle: Fachverband Außenwerbung www.faw-ev.de)

Mit diesen Sätzen wirbt der deutsche Fachverband Außenwerbung. Was wohl als etwas Positives rüber kommen soll, liest sich eher gruselig: Werbung ist immer präsent, kein Mensch kann der andauernden Überflutung mit Werbebotschaften entgehen, denn nicht nur Zeitungen, Internetseiten und Fernsehen sind voll mit Werbung, auch der öffentliche Raum ist zugekleistert damit. Diese schränkt zu Gunsten privater Profitinteressen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein, denn: die Werbeflächen sind überall und nicht zu übersehen. Deswegen ist auch dieses Problem ein Thema, mit dem sich die Autor*innen des 10-Punkte-Plans beschäftigen: Sie fordern die Reduktion von Werbung.


Berlin werbefrei: Blick auf den Berliner Dom. © Berlin Werbefrei
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