“Commons sind nicht, Commons werden gemacht”

Eindrücke von einem Workshop mit Silke Helfrich im Juli in Bremen

Eine Definition von “Commons” ist nicht ganz einfach, aber Silke Helfrich kommt gut vorbereitet – mit drei Beispielen im Gepäck, die anschaulich darstellen, wie wir auch ohne Wachstum leben können.

1.Die Genossenschaft L’Atelier Paysan entwirft Landwirtschaftsmaschinen, die sich dem Boden anpassen – nicht umgekehrt. Dafür arbeiten sie eng mit den Landwirt*innen zusammen und stellen ihr gemeinsam gewonnenes Wissen zur freien Nutzung zur Verfügung. Oberste Prämisse: Wissen wird nicht zur Ware gemacht.

2. Solidarische Landwirtschaften erleben derzeit einen Aufschwung in Deutschland. Seit der Gründung der ersten SoLaWi 1988 ist die Zahl auf aktuell rund 370 gestiegen. Das Besondere an ihnen: Sie gehen über persönliche Beziehungen hinaus, sind aber nicht anonym. Sie fördern die Transformation der Rollen, aber sie bauen auf klare Tätigkeitsteilung. Es entsteht eine Ökonomie ohne Markt, Preis und Ware.

3. Beide Ideen lassen sich im letzten Beispiel vereinen: Open Olitor ist eine digitale Plattform, die es durch fachkundige Engagierte ermöglicht, eine auf die Zielsetzungen der Initiativen und Betriebe angepasste Softwarelösung zur Verfügung zu stellen.

Ihr wollt mehr zum Thema Commons wissen? Dann werft doch mal einen Blick ins Buch “Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons” von David Bollier und Silke Helfrich.

Silke Helfrich sagt: „Für- und Versorgen ohne Wachstum! Mit Commons geht das.“

Wenn wir von Wachstumswende sprechen, meinen wir die Abkehr von dem Glauben, alle Probleme ließen sich durch Wachstum lösen und das sei auch noch unendlich möglich. Es geht um den ökologischen Fußabdruck, es geht um die Art unseres Konsums oder: Es geht um die Art unserer Versorgung.

Einer der wesentlichen Wachstumstreiber ist die Konkurrenz. Kommt ein neues Smartphone auf den Markt, muss das der Konkurrenz in Kürze kommen und besser sein. Und beide müssen angesichts der Entwicklung bereits wieder veraltet sein. Der Kern des Problems hinter der Konkurrenz ist das Privateigentum.

Frage: Können Commons hier etwas ändern? Können Commons eine Rolle in einer Versorgung ohne Wachstum spielen?
Wir freuen uns auf zwei spannende Abende mit Silke Helfrich in der Cirkusschule Jokes. Siehe Veranstaltungen.

Weser-Welle für den Klimaschutz – mehr Mut zur Wende!

Wir rufen zu einer gemeinsamen Menschenkette entlang der Weser auf und brauchen dabei eure Unterstützung! 👫👬👭🌍

Bremer Politiker:innen müssen endlich anpacken und den Klimaschutz zur Priorität machen. 23 umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen fordern von ihnen mehr Mut zur Energiewende, Verkehrswende, Ernährungswende und einer sozial-ökologischen Wende im Wohnungs- & Baubereich, und bilden dafür am Samstag, den 3. Juli, eine Menschenkette.

Dafür brauchen wir mindestens 3.000 Aktive, die sich ab 11 Uhr mit Abstand auf unserer Strecke vom Osterdeich bis zur Schlachte aufstellen. Künstler:innen begleiten unsere Aktion. Als Höhepunkt machen wir ab 12 Uhr eine riesige Laola-Welle entlang der Weser – eine „Weser-Welle für den Klimaschutz“ 🙌

Bringt Banner, Plakate, Tücher, und wenn Ihr möchtet, Töpfe und Kochlöffel mit, und mobilisiert Freund:innen und Bekannte! 🗣

++ Ablauf ++
⏰ 11:00 Uhr: Ankommen bei einem Verteilpunkt; Platz einnehmen
⏰ 12:00 Uhr: Die Menschenkette steht, bewegt sich mit La-Ola-Wellen und macht Krach.
⏰ 12:30 Uhr: Ausklang

Themengebiete und Forderungen

Die Energiewende umsetzen! Die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas muss schnellstmöglich beendet werden und die Versorgung mit Strom und Wärme bis spätestens 2035 zu 100% auf Basis von erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie erfolgen. Die klimaneutrale Industrieentwicklung muss in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Stahlproduktion sowie der Nahrungsmittelherstellung und -verarbeitung gefördert werden. Bereits 2021 müssen deutliche Schritte zu einem Solarstromanteil von 25% bis 2030 erfolgen.

Eine sozial-ökologische Wende im Wohnungsbereich: Die Unterstützung einer warmmietenneutralen energetischen Sanierung im öffentlichen und privaten Bereich muss gesichert werden. Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum sollte vor allem durch Entwicklung, Erweiterung und Aufstockung im Bestand erfolgen. Dazu gehört auch die Umwandlung von nicht mehr benötigten Büro- und Gewerbeimmobilien, z.B. im Innenstadtbereich sowie das Erschließen von leerstehenden Wohngebäuden. Im Gebäudebestand muss die energetische Sanierungsrate auf deutlich über 2 % steigen und mindestens KfW55-Standard erreicht werden.

Eine Verkehrswende bevorzugt den Rad- und Fußverkehr gegenüber dem Auto durch mehr Attraktivität und fördert den ÖPNV. Dazu gehören neue ansprechende Infrastrukturen für Radverkehr und ÖPNV insbesondere auch durch einen höheren Anteil an den Verkehrsflächen. Auto-Pendler*innen sollen durch attraktive Angebote auf den ÖPNV umgelenkt werden. Der öffentliche Parkraum muss stark limitiert und seine Nutzung angemessen bepreist werden.

Wende in der Klimaanpassung: Leitlinie sollten Umbau und Sanierung vor Neubau und eine ressourcen- und flächensparende Gebäudenutzung und verkehrsvermeidende Bauleitplanung sein. Die Flächenversiegelung muss bis spätestens 2030 auf Netto-Null reduziert werden. In allen bebauten Gebieten sollte eine artenreiche und dem städtischen Klima förderliche Stadtnatur auf Dächern, Fassaden und Freiflächen weiterentwickelt werden. Eine klimafreundliche Stadtplanung schafft schattenspendendes Grün und trägt damit zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung bei.

Ernährungswende: In der öffentlichen Verpflegung (Kitas, Kantinen, Mensen) muss der Anteil von Fleisch und anderen tierischen Produkten auf ein Mindestmaß reduziert und eine weitgehend pflanzliche Ernährung gefördert werden. Die Beschaffung sollte darüber hinaus Regionalität, saisonalen und biologischen Anbau berücksichtigen.



Unsere Empfehlungen für Treff- & Verteilpunkte in eurer Nähe findet ihr unter ℹ️ www.bund-bremen.net/menschenkette

Wir – das sind der AK Klima des BUND Bremen e.V. und alle BUND Aktiven, die BUNDJugend Bremen, Greenpeace Bremen, ADFC Bremen, Robin Wood e.V., die Bremische Evangelische Kirche – Klimaschutz, BIZ, Fridays For Future Bremen, Parents For Future Bremen, Gemeinwohl Ökonomie Bremen, BeN, Aktionsbündnis Wachstumswende, Ernährungsrat Bremen und umzu, einfach einsteigen, Bremer SolidarStrom, denkhausbremen, Freundeskreis Garten der Menschenrechte, climactivity, Bürger Energie Bremen, Extinction Rebellion Bremen, VCD, das Bündnis Klimaschutz jetzt, Bremen im Wandel, Rotkäppchens Pop-up-Garten, das KlimaCamp, ClimArt, Fuß e.V. und Attac – freuen uns auf euch und hoffen auf eine eindrucksvolle Weserwelle! 💚🙌🌊

„Die Kritik der Industrie ist so dezent, dass es fast wie ein Lob wirkt“ titelt der Tagesspiegel am 12. Februar. Nach langem Hin und Her wurde Anfang des Jahres nun endlich ein Lieferkettengesetz beschlossen.

An sich doch eine gute Sache? Immerhin ist nun festgehalten, dass in den Lieferketten deutscher Unternehmen keine Menschenrechte und Umweltstandards verletzt werden.

Doch wie sieht die Realität aus? Ob Kaffee, Kleidung oder auch Impfstoff – es gibt vieles zu berücksichtigen, wenn das noble Ziel der weltweiten Gerechtigkeit erreicht werden soll. Unsere Tage des Guten Lebens befassen sich deshalb in diesem Jahr mit dem Thema „KONSUM IN EINER GLOBALISIERTEN WELT – (UN-)GERECHTIGKEIT IN DEN LIEFERKETTEN.“

Wir starten am Freitag, 28. MAI 2021, mit einem Impuls von Francisco Mari (Brot für die Welt). Am 29. MAI könnt ihr dann in einem von vier Workshops intensiv in die Thematik eintauchen. Geleitet werden sie von Klaus Berger (Attac), Morin Kamga Fobissiek (Utamtsi), Annekatrin Mohr (Brands Fashion) und Silke Kleinhückelkotten (Ecolog).

Über Anmeldungen bei Christiane Lotz
(christiane.lotz@kirche-bremen.de), rege Beteiligung und die Verbreitung der Einladung freuen wir uns! Anmeldeschluss ist der 25. Mai, der Zoom-Link wird am 27. Mai verschickt.

Klima-Vortragsreihe: Bald schon 5 nach 12 – Wie geht eine lebenswerte Zukunft?

Die Klimakrise lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Dennoch gibt es noch Wege, die Zukunft positiv zu gestalten und die Erderwärmung zu begrenzen. Aber welche sind das? In einer fünfteiligen Vortragsreihe geben renommierte Expert:innen ihre Einschätzung ab: Wie kann eine Zukunft aussehen, die lebenswert ist? Was muss passieren, um die Gesundheit des Planeten und damit unsere eigene sicherzustellen? Wie sieht eine umweltverträgliche Ernährung aus, wie ein mögliches alternatives Wirtschaftssystem? Was können wir aus der aktuellen Situation lernen? Die Vorträge im Einzelnen:

24. Februar 2021 um 19 Uhr
Sabine Gabrysch, Professorin für Klimawandel und Gesundheit an der Berliner Charité
Planetary Health – Ein Gesundheitskonzept für Erde und Menschen

10. März 2021 um 19 Uhr
Valentin Thurn, Filmemacher (u.a. 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?)
Genial Lokal – Was essen wir in Zukunft?

23. März 2021 um 19 Uhr
Christian Felber, Begründer der Gemeinwohlökonomie
Gemeinwohlökonomie – Geht Wirtschaft(en) auch klimafreundlich?

12. April 2021 um 19 Uhr
Annika Joeres, Buchautorin und preisgekrönte Journalistin
Die Klimaschmutzlobby – und was wir dagegen tun können

10. Mai 2021 um 19 Uhr
// Abschlussveranstaltung Projekt “Bremen erneuerbar” in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Bremen und der Shakespeare Company
Hans Joachim Schellnhuber, Gründer des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
Notfall Weltklima – Antworten auf aktuelle Fragen zur Klimakrise

direkt im Anschluss: Podiumsdiskussion “Klimapolitik in Krisenzeiten” mit Hans Joachim Schellnhuber sowie den Bremer Politiker*innen
Maike Schaefer (Bremer Umweltsenatorin, Bündnis 90 / Die Grünen),
Carsten Sieling (SPD),
Ingo Tebje (LINKE),
Martin Michalik (CDU),
Magnus Buhlert (FDP)

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von BUND Bremen, Greenpeace Bremen, KlimaWerkStadt, denkhausbremen und dem AStA der Universität Bremen.

Alle Vorträge finden über zoom statt; die Abschlussveranstaltung je nach geltenden Bestimmungen ggf. auch vor Ort.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://5nach12-bremen.de.

Wirtschaftsförderung 4.0 – Regionale Geschäftsmodelle stärken und Städte lebenswert gestalten

16. März 2021 @ 18:00 – 20:00

Wirtschaftsförderung 4.0 verfolgt das Ziel, regionale Initiativen systematisch zu stärken. Dabei wird gleichzeitig ein Beitrag für mehr Klimaschutz, einen sparsameren Umgang mit Ressourcen und einen wachsenden Zusammenhalt in der Gesellschaft geleistet. So entsteht ein lokaler Mehrwert, der sich auch wirtschaftlich positiv auswirkt.

Das Konzept wurde seit 2018 in einem Pilotprojekt in Osnabrück erprobt und wird nun auch in Witten, Witzenhausen und Wuppertal umgesetzt. Ein Modell auch für Bremen?

Dr. Michael Kopatz ist Senior Researcher im Forschungsbereich Stadtwandel am Wuppertal Institut und Autor der Bücher und „Schluß mit der Ökomoral“, „Ökoroutine“ und „Energiewende. Aber Fair!“

Vortrag am 16. März 2021 um 18 Uhr

Anmeldung mit vollständigem Namen und Emailadresse bis zum 12. März bei christiane.lotz@kirche-bremen.de  Der Zoom-Link wird am 16. März verschickt.

Veranstalter

kda Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

„Auf zum Guten Leben! Aber wie?“ am 10.11.2020 mit Tobi Rosswog

Sammlung zur Frage „Was ist ein Gutes Leben für mich?“
• Gutes Leben ist für mich, meine Zeit frei einteilen zu können. Unabhängig von Geld zu sein. In Kreisläufen zu leben. Liebe, Vertrauen und Frieden zu leben.
• Die Freiheit, etwas Gutes für die Welt zu tun und dabei abgesichert zu sein. Und mit anderen Leuten eine gute Zeit zu haben.
• Frei verfügbare Zeit, Versorgung mit Wohnung und Nahrung, möglichst gewaltfrei leben dürfen.
• Nicht nur der Routine folgen (müssen), sondern auch Zeit zu haben, die Dinge zu tun, zu lernen, sich zu entwickeln in die Richtungen, die mich interessieren!
• Straßen zum Bewegen und Begegnen bei frischer Luft
• keine Existenzängste / materielle Sicherheit, Zeit haben, eigene Interessen verfolgen können, mit anderen zusammenarbeiten können, soziale Kontakte, intakte Umwelt
• Arbeit, die oft Spaß macht und mir noch Raum lässt für meine Interessen und sozialen Kontakte. Eine Wohnung, in der ich mich rundum wohlfühle.
• Gutes Leben ist für mich in Verbindung mit mir selbst und meiner Umwelt zu stehen.
• Das richtige Maß finden, Zeitwohlstand und möglichst wenig Ressourcenverbrauch: reduce to the max.
• Freunde, Interessen, keine Existenzängste, gutes Essen,
• Gutes Leben ist für mich im Einklang mit mir, meinen Mitmenschen und der Natur zu leben und zu wissen, dass das für alle Menschen so ist
• Gutes Leben sind befriedigende soziale Kontakte, materielle Sicherheit, Freiheit Leben für mich und gemeinsam mit anderen zu gestalten

Input Tobi Rosswog (TR):
• was brauchen wir eigentlich wirklich?
• es gibt genug für jedermanns Bedürfnisse, nicht für jedermanns Gier
• was ist mein Potential
• Sorgelogik als Fundament der Gesellschaft
• Bedingungsloses Auskommen! zB als Commenslogik
• Nichteigentumslogik unterliegende Strukturen aufbauen
• Zugang zu Häuser, die man selbst mit aufgebaut hat
• nicht in Magellogik verharren
• wir sind abhängig voneinander
• ich bin nur, weil du bist und wir gemeinsam sein können.
• eine Aktivistin im Hambacher Forst erzählte zu mentaler Suffizienz (s.u.)
• beeindruckendes Bekenntnis zu eigenem bullshit-Job vor über 300 Kollegen
• lasst uns in Kontakt gehen. in der Begegnung Gemeinsames suchen z.b. nach dem
Guten Leben für Alle.
• 3 Wege zum Wandel, Widerständig sein, Undenkbares austauschen, Utopien leben/Aus Fehlern lernen
• In Kooperation statt in Konkurrenz.


Frage: Was entgegne ich Menschen, die mir sagen, dass in Bremen weiterhin Produkte erstellt werden müssen, damit auch ein BGE bezahlt werden kann, weil man mit Carearbeit keine Wertschöpfung erreichen kann?
TR: Erinnert ihn an eine Gesprächsrunde mit Politikern. Reförmchen gegen utopische Denke. Lasst uns für eine BLAuskommen streiten. Lebensmittel retten. Ethisch verantwortlich handeln. Den Menschen im globalen Süden weniger stehlen!
Frage: Aus einem Mini-Suffizienzlabor kommt die Frage:
Es wird aber doch nicht alles besser, wenn ich mich vom Überfluss befreie?!
TR: Kollektiv organisieren und keinen Mangel erleiden. Ressourcen teilen statt selbst haben. In anderen Ländern ist Genügsamkeit viel positiver besetzt. Ça suffit!
Frage: Hat Tobi auch mal gezweifelt, ob er mal was HABEN möchte?
TR: Nein. Er zieht gerne seine Erkenntnis durch. Loslegen. Starten. Ausprobieren. Schritt für Schritt. Auch wenn es nicht rosig einfach ist.
Frage: Woher kommt der Geldfluss? Das Einkommen des Landwirtes? Wer finanziert den Öffentlichen Nahverkehr? Die Carearbeit?
TR: Öffis haben in der Organisation/Verwaltung und Ticketverkauf viel Potential zum Einsparen. Care ist das Wichtigste. Neue Spielregeln schaffen.
Gedanken/Frage: Regionales Wirtschaft, Sharing Economy hilft, doch wir sitzen in dieser Konferenz aktuell mit viel Technik zusammen…
Frage: Wie ist es mit der Bedürftigkeit von diversen Menschen? Als Weltgemeinschaft gedacht.
TR: Sharing Econony ist reiner Kapitalismus. Eine Scheinlösung z.B. bei airbnb. Tauschlogikfrei ist wichtig. Radikal entschleunigen. Halb Frankfurt würde leer stehen… Was brauchen wir wirklich???
Wofür ist die Utopie da? Zum Gehen – sich auf den Weg zu machen!
Der Mensch ist das, was wir prägen. Reise nach Ecuador per Flug oder Schiff. Was ist sexy? Wir haben etwas individuell zu ändern und auch strukturell. Inneren und äußeren Wandel denken.
Plädoyer/Frage: Vieles ist schwierig. Doch das was geht, mit denen die Sehnsüchte haben, sich zusammen zu tun. Realismus steht einem Wandel nicht entgegen. Herausfinden wo Anderes möglich ist.
TR: Konkrete Utopie ist möglich. Lebendige, machbare Utopie! Konzept der Solidarische Landwirtschaft übertragbar auf ALLES (X). CSA(Community Supported Agriculture) > CSX Gesellschaft nach Bedürfnissen und Fähigkeiten organisieren. Konkret machen. Tu was du gerne machen möchtest. Geh deinem Impuls nach.
Frage: Wie groß können Gruppengesellschaften sein? Wann wird es schwierig? Wie lange sollte ein Veränderungsprozess dauern, damit es klappt. Digitalisierung. Wie kann man die nutzen oder eher nicht?
TR: Ich muss entsprechend meiner Verfassung trotzdem immer versorgt sein.
Kooperation und Fülle statt Angst. Größe wie 100 Partien bei SoLawi geht. Auch bei Unbekannten. Z.B. mit einer Tofurei mit solidarischen Preisen. Das dauert.
Transformation erwartet TR nicht auf einen Punkt. Es ist ein lange währender Prozess. Den rechten Moment anpacken. Durch Krisen ergeben sich Lösungen. Das Naheliegende nutzen. Wir haben nicht mehr viel Zeit, aber alles versuchen.
Frage: Bist du auch so früh schon ganz anders gewesen, wie ich?
TR: Wenn ich authentisch begegne merke ich: Es gibt viele andere, die genauso ticken.
Frage: Verzicht ist attraktiv, wenn gute Werte dagegen stehen. In Gemeinschaft geht das gut.
TR: Er hat sein Leben so eingerichtet.
Frage: Was sind Kraftquellen für dich?
TR: Große Resonanzen. Geborgenheit. Zusammen scheitern. Kind im Herzen behalten.


Literaturtipps:
• ILA Kollektiv: Das Gute Leben für alle. Auch als Hörbuch. https://ilawerkstatt.org/
• Friederike Habermann: Ausgetauscht!
(https://cloud.livingutopia.org/s/mBfDs2nZtR5jRbF#pdfviewer)
• Rede der Aktivistin vom Hambacher Forst „Winter“: https://www.youtube.com/watch?
v=uYfW2LogrAs
• Tobi Rosswog: After Work

Radtour zu Solidarischen Landwirtschaftsbetrieben

11. Juli @ 10:00 – 17:00

Wir machen mit dem Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen eine Radtour zu zwei der nördlich von Bremen gelegenen Solidarischen Landwirtschaften.

Sophienhof und Gärtnerhof Oldendorf in Holste. Wir lassen uns von Marc Schweighöfer und Jan Bera erläutern, warum und wie das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft zur Wachstumswende in Bremen, umzu und sogar global beiträgt. Wir sehen Viehwirtschaft, Ackerbau und Gewächshausanzucht.

Fragen wie: “Welche Sicherheit haben die Bauern im Vergleich zu herkömmlich regional vermarktenden Bio-Bauern?“ „Welche internationalen Netzwerke gibt es?“ können gestellt werden.

Die Tour führt uns von Bremen 40 km durch das Blockland über die Dörfer nach Oldendorf/Holste. Der Rückweg geht mit dem Fahrrad 7 km bis Lübberstedt und dann per Zug nach Bremen.

Am Samstag, 11. Juli 2020
Start um 10 Uhr in Bremen
Ende ca. 17 Uhr in Bremen
Ca. 50 km Radstrecke plus Zugfahrt.

Picknick selbst mitbringen.
15 Teilnehmende maximal.

Bitte namentlich anmelden bis zum Montag, 06. Juli 2020 bei awwb@posteo.de, Treffpunkt wird bei Anmeldung bekanntgegeben.

Informationen:

www.solidarische-landwirtschaft.org
www.sophienhof-oldendorf.de
www.gaertnerhof-oldendorf.de
www.wachstumswende-bremen.de

Aktionsbündnis diskutiert

Herzlich einladen möchten wir zu den nächsten Veranstaltungen im Rahmen unserer Winterreihe:

Dienstag, 14. Januar, 18 Uhr
»Wenn ich König von Bremen wär«
Raum im Hof, Fehrfeld 61
mit Ronny Meyer (Staatsrat für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau)

Dienstag, 11. Februar, 18 Uhr
»Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Oder: Warum es an der Zeit ist, den Flughafen in Bremen überflüssig zu machen«
Raum im Hof, Fehrfeld 61
mit Lene Montanus (Am Boden bleiben)

Dienstag, 10. März, 18 Uhr
»Regionalernährung – kann das funktionieren?«
Raum im Hof, Fehrfeld 61
mit Marie Pigors (Naturkostkontor Bremen)

Dienstag, 21. April, 18 Uhr
verschoben voraussichtlich auf 04.08.2020
»Bauen – Wohnen – Gentrifizierung: die neue Soziale Frage?«
Raum im Hof, Fehrfeld 61
mit Prof. Dr. Ulrike Mansfeld (Hochschule Bremen)

Wachsende Stadt? Solidarische Stadt!

  • 27. September 18:30 – 28. September 18:00
  • Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen

Freitag, 27. September 2019, 18:30
Wachstumswende statt wachsende Stadt!
Vorträge und Diskussion

Zur Kritik der Zukunftskommission (Dr. Ingo Take, Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen)
Politik für die Wachstumswende (Lene Montanus, Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen)
Stadtplanung für die Postwachstumsstadt (Viola Schulze-Dieckhoff, Universität Dortmund)

Samstag, 28. September 2019, 10:30 – 18:00
Wachstumswende in Bremen umsetzen!
Workshops mit Expert*innen zu

Verkehr und Mobilität (Wolfgang Köhler-Naumann, Bremer Bündnis Verkehrswende + Thorsten Koska, Wuppertal Institut)
Arbeit und Sorge (Rena Fehre, Impulsgeber Zukunft + Madeleine Does, Poliklinik Veddel, Hamburg)
Wohnen (Joachim Barloschky, Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen + Anja Bierwirth, Wuppertal Institut)
Wirtschaft und Wachstum (Jana Gebauer, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung und Joachim Heier, attac Bremen)

Gemeinsame Aktion für Werbefreiheit (Fadi El-Ghazi, Berlin Werbefrei)

Für ein köstliches Mittagessen wird gesorgt.

Alle Infos unter www.wachstumswende-bremen.de
Anmeldung für die Workshops am Samstag erforderlich: awwb@posteo.de
Die Teilnahme ist kostenfrei. Spenden sind willkommen.+ zu Google Kalender hinzufügen+ Exportiere iCal

Details

Beginn: 27. September @ 18:30 Ende: 28. September @ 18:00 Veranstaltungskategorien: Abendveranstaltung, Tagesveranstaltung, Vortrag, Workshop

Veranstaltungsort

Künstlerhaus Güterbahnhof, Tor 40 Beim Handelsmuseum 9
Bremen, 28195 + Google Karte

Veranstalter

Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen und Heinrich-Böll-Stiftung Bremen