Wachstumskritische Winterreihe!

Wo:
Hulsberg Crowd (ehem. Schwesternwohnheim)
Gebäude 44-46, 28205 Bremen, Haltestelle Hulsberg,
Eingang: Am Schwarzen Meer zwischen Pathologie und Eislabor
Die Termine:
Mittwoch, 14. November, 19 Uhr
» Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben: Brauchen wir eine Arbeitszeitverkürzung für ehrenamtliche Arbeit? «
Der globalisierte Kapitalismus hat den Menschen ein besseres Leben versprochen. Voraussetzung wäre ein angemessenes Wachstum der Wirtschaft. Doch immer deutlicher wird, dass dieses Versprechen nicht eingelöst werden kann. Zeit, um über eine wachstumskritische Arbeitszeitpolitik auch für Bremen nachzudenken.
Eva Senghaas-Knobloch, Arbeitswissenschaftlerin; Ulrich Mückenberger, Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik; Margareta Steinrücke, Soziologin
Mittwoch, 12. Dezember, 19 Uhr
» Verkehrswende als Wachstumswende?! «
Mobilität ist zur Zeit eins der heißesten Themen im Stadtgespräch und in der Bremer Politik. Unter dem Motto “Platz da!” soll Parkraum für Privatautos etwas kosten, um die Stadt für alle lebensfreundlicher zu gestalten. Was gehört noch zu einer gerechten Verkehrswende und wie lässt sie sich als Baustein einer größeren Wachstumswende verstehen?
Mit Wolfgang Köhler-Naumann, Bremer Bündnis Verkehrswende; Lukas Warning, Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen; Sonja Gerling, Platz da! Bremen
Mittwoch, 09. Januar, 19 Uhr
» Entwicklung = Wachstum?! Die Sustainable Development Goals in Bremen «
Die aktuellen Nachhaltigkeitsziele der UN, die “SDGs” sollen in allen Ländern umgesetzt werden. Damit ist auch Deutschland ein Entwicklungsland, ein Land, dass sich entwickeln muss! Aber was taugen die SDGs aus einer wachstumskritischen Perspektive? Können sie ein nützliches Mittel zur Umsetzung einer gerechteren Welt sein? Und was ist mit Ziel 8, das noch mehr Wachstum fordert?
In Kooperation mit dem Jungen entwicklungspolitischen Forum
Mit Christopher Pavenstädt (JEP) und Timm Kröger (Koordination Kommunale Entwicklungspolitik, Freie Hansestadt Bremen)
Mittwoch, 13. Februar, 19 Uhr
» Radikal regional wirtschaften: Cooperativa Integral Catalan als Inspiration für Bremen? «
Wer regional kauft, vermeidet lange Transportwege und schützt damit das Klima, stärkt die lokale Wirtschaft und entzieht Großkonzernen die Macht über unsere Ernährung. Soweit so gut. Aber wie sähe Bremen aus, wenn die regionale Wirtschaft auch noch weitgehend in Arbeitnehmer*innen- und Verbraucher*innenhand wäre? Wenn ökologische und soziale Verantwortung, Kooperation und die Ausrichtung am Gemeinwohl statt Profit und Wettbewerb oberste Priorität hätten? Wenn hier vor Ort reale Alternativen zum Kapitalismus aufgebaut würden?
Mit Kalle von Bestenbostel (Roland regional) und N.N.
Mittwoch, 13. März, 19 Uhr
»Care Revolution und feministische Ökonomik«
Arbeitszeit muss reduziert werden, Sorgearbeit aufgewertet und vor allem gerecht verteilt werden! Wie sieht eine feministische Wirtschafts- und Wachstumskritik aus? Welche Bausteine einer feministischen Ökonomik können das Fundament einer Wachstumswende legen?
Mit Prof. Ulrike Knobloch und Corinna Dengler
Mittwoch, 10. April, 19 Uhr
» Wachstum überwinden! Alternativen zur Entwicklung aus dem Globalen Süden? «
Entwicklung als Allheilmittel steht in der höchst problematischen Tradition des Kolonialismus. Eine sehr eingeschränkte Sicht dessen, was Wohlstand bedeutet, wird als Lösung für alle proklamiert. Respekt für vor- und postkoloniale Vorstellungen eines Guten Lebens ist damit schwer vereinbar und “Entwicklungshilfe” wird immer wieder eingesetzt, um Länder abhängig zu machen und “auf Kurs” zu bringen. Welche Rolle spielt der Entwicklungsbegriff in Ländern des Globalen Südens? Welche Kritik und welche Alternativen zur Entwicklung werden dort formuliert? Wie hängt das mit einer Wachstumskritik in Deutschland zusammen?
Mit Romaricson Alognon und Rosane Yara Rodrigues Guerra und N.N.

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